Seniorenspielplatz

Bewegung ist im Alter eine der wichtigsten Grundlagen, um möglichst gesund und fit zu bleiben. Um auch den Älteren in unserer Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, diverse Sportangebote zu nutzen, entstanden in einigen deutschen Städten sogenannte Seniorenspielplätze.

Seniorenspielplatz

Vorbild hierfür war ein chinesisches Konzept. In den meisten Städten Chinas gibt es mittlerweile öffentliche Anlagen, in denen Outdoor-Fitnessgeräte generationsübergreifend zu Bewegung im Alltag einladen. Ende der 1990er-Jahre entstanden schließlich in der Bundesrepublik erste Anlagen dieser Art. Heute sind sie unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, beispielsweise:

Der Seniorenspielplatz orientiert sich ein wenig an den Trimm-dich-Pfaden, mit dem Unterschied, dass die Geräte hier nicht auf einer mehrere Kilometer umfassenden Strecke zu finden sind, sondern sich konzentriert auf einen Platz oder eine größere Grünfläche beschränken.

Angebote der Seniorenspielplätze

Ziel dieser Einrichtungen ist es, auch ältere Menschen im Alltag zu diversen Übungen zu animieren. Umfragen haben gezeigt, dass Senioren nur ungern in Fitnessstudios trainieren. Sie fühlen sich dort beobachtet und empfinden die Umgebung als unangenehm. Deswegen wurden für sie Bewegungsangebote im Freien geschaffen. Diese können

Dabei stehen verschiedene Geräte – auch im Rahmen anderer Outdoor-Fitness Trends – für unterschiedliche Übungen zur Verfügung. Sie gleichen in ihrem Aufbau und den Übungsmöglichkeiten herkömmlichen Fitnessgeräten und sind komfortabel anwendbar. Meist ist die Nutzung selbsterklärend, oft gibt es außerdem zusätzliche Tafeln, auf denen die Übungen erklärt werden.

Die Geräte sind auf ein selbständiges Training ausgelegt. Senioren können sie also entsprechend ihrer Möglichkeiten nutzen. Regional werden die Seniorenspielplätze auch für Kursangebote und Therapien verwendet. Die Outdoor-Fitnessgeräte sind so gestaltet, dass Therapeuten hier gemeinsam mit ihren Patienten arbeiten können. Weiterhin gibt es spezielle Geräte für Menschen mit Handicap.

Überblick über die Geräte

Jeder Stadt steht es frei, wie sie ihre Anlagen unter dem Stichwort Seniorenfitness  gestaltet. Inzwischen haben sich allerdings einige Gerätetypen im Kontext dieser Einrichtungen bewährt:

  • Ergometer,
  • Rückentrainer,
  • Balanciergeräte und
  • Crosstrainer.

Mit diesen Geräten können Senioren ihre Ausdauer verbessern und die Beweglichkeit erhalten. Die Übungen unterstützen Erhalt und Aufbau der Muskeln. Gerade im Alter sind Muskel- und Knochenschwund ein ernst zu nehmendes Problem, von dem eine Vielzahl von älteren Menschen betroffen sind.

Warum ist Bewegung im Alter wichtig?

Altert der Körper, wird dieser Prozess von ganz normalen Abbauerscheinungen geprägt. Es liegt in der Natur, dass die Muskeln abgebaut werden. Viele Menschen, insbesondere ältere Frauen, leiden an schmerzhaftem Knochenschwund. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge.

Aufgrund dessen ziehen sich viele Senioren zurück und verhindern körperliche Anstrengung. Damit entsteht jedoch eine Spirale, aus der viele nicht so einfach wieder entkommen können. Auch wenn Bewegungen schmerzen, ist das Trainieren des Körpers wichtig. Sport hat auf den Körper im Seniorenalter eine ausgesprochen positive Wirkung:

  • das Herz bleibt leistungsfähig,
  • Kalkablagerungen werden in den Gefäßen vermieden und
  • Blutdruck und Blutfettwerte sinken.

Entscheidend ist natürlich immer, welche Übungen durchgeführt werden. Hier gibt es im Bereich Seniorensport inzwischen zahlreiche Ansätze.

Ausdauersport hat eine besonders positive Wirkung auf die Gefäße. Sie werden durch diese Trainingseinheiten elastischer und so sinkt das Risiko gefährlicher Kalkablagerungen. Auf einem Seniorenspielplatz können einzelne Ausdauerübungen ebenso durchgeführt werden wie Krafttrainings an Beinen und Armen. Oft berichten Senioren nach den Bewegungseinheiten, dass sich ihre Beschwerden verbessert haben.

Nicht nur die Bewegung ist bei einem solchen Angebot wichtig, sondern auch die sozialen Kontakte spielen eine Rolle. Häufig leben Senioren zurückgezogen und einsam. Die Spielplätze helfen dabei, sich auszutauschen. Da auch die jüngere Generation gerne die Möglichkeiten zur Bewegung im Freien in Anspruch nimmt, bieten diese Einrichtungen die Möglichkeit einer altersklassenübergreifenden Kommunikation.