Outdoor-Fitnessgeräte können eine schöne Ergänzung für Spielplätze und ähnliche Anlagen sein. Dabei gilt es jedoch unter anderem bezüglich des genauen Standorts gewisse Vorschriften zu beachten, die die Norm EN 16630:2015-06 vorgibt. FREISPORT erklärt Ihnen, was diese EU-weite Regelung beinhaltet und konkret bedeutet.

Outdoor Fitnesspark

Anwendungsbereiche der Vorschrift für Outdoor-Brustpressen & Co.

Die europäische Norm EN 16630 (der komplette deutschsprachige Name lautet: “Standortgebundene Fitnessgeräte im Außenbereich – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren”) gilt für Fitnessgeräte im Außenbereich, die nicht beweglich sind und bei denen kein Trainer bzw. eine beaufsichtige Person zugegen ist. Darunter fallen also beispielsweise Geräte von Fitnessparcours.

Diese Norm ersetzt die vorher gültige DIN 79000:2012-05 und enthält erweiterte Angaben zur Mindestkörpergröße, Anforderungen an Bauteile aus Gummi sowie Details zur Instandhaltung.

Regelungen für Materialien und Prüfverfahren von Outdoor-Fitnessgeräten

Ein großer Bestandteil der EN 16630:2016-05 sind zudem die Vorgaben für beispielsweise

  • Werkstoffe,
  • Verschleißteile oder
  • Fundamente.

Weiterhin legt sie fest, dass die Geräte erst für Personen ab 14 Jahren mit einer Mindestkörpergröße von 140 Zentimetern freigegeben sind. Genaue Beschreibungen der Prüfverfahren, beispielsweise bezüglich allgemeiner Fangstellen für den Körper oder für einzelne Körperteile (Kopf, Hals und Finger), ergänzen die Vorgaben zur Sicherheit. Schlussendlich folgen Vorschriften bezüglich Installation, Montage und Wartung der Geräte.

Übrigens: Im US-amerikanischen Bereich gibt es teilweise andere Normen. Diese benutzen nicht die Kürzel DIN oder EN, sondern ASTM (abgeleitet von der “American Society for Testing and Materials”). Das vom TÜV Süd erarbeitete Prüfverfahren für Outdoor-Fitnessgeräte fußt dabei nicht nur auf der EN 16630:2015-06, sondern auch auf der ASTM F3101.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Outdoor-Fitnessgeräte sollten zudem nicht in unmittelbarer Nähe von Kinderspielplätzen stehen. Falls dies doch der Fall ist, müssen sie durch angemessenen Abstand, Einfriedungen oder andere bauliche Maßnahmen vom allgemeinen Spielbetrieb getrennt werden.

Andere Normen für Spielplatzgeräte und mobile Fitnessgeräte

Die auf Spielplätzen installierten Geräte unterliegen zudem anderer Vorschriften, vorrangig der DIN EN 1176. Ebenfalls nicht unter die DIN EN 16630:2015-06 fallend sind zudem

  • mobile Fitnessgeräte (DIN EN 957),
  • frei zugängliche Multisportgeräte (DIN EN 15312),
  • Geräte mit elektrischem Antrieb,
  • Geräte für funktionelles Training mit beweglichen Gewichten oder
  • Hindernisstrecken, die im Militär zum Einsatz kommen.