Fitnesspark

Um bis ins hohe Alter sowohl körperlich als auch geistig fit zu bleiben, ist Bewegung unumgänglich. Sie hilft beim Muskelaufbau, trägt zum Erhalt der Beweglichkeit bei und unterstützt damit ein selbständiges sowie sicheres Auftreten im Alter.

Doch gerade Senioren benötigen oft einen besonderen Anreiz, um den verschiedenen Bewegungsangeboten nachzugehen. Städte, aber auch Altersheime haben darauf reagiert und sich an China ein Vorbild genommen. Schon seit Jahrzehnten gibt es in China den sogenannten Fitnesspark. Über alle Altersklassen hinweg werden die Menschen durch ihn zur Bewegung im Freien animiert.

Fitnesspark

Kostenfreies Angebot zur individuellen Nutzung

Meist handelt es sich beim Fitnesspark um ein kostenfreies Angebot, das zur individuellen Nutzung gedacht ist. Ohne Einschränkungen sind die Geräte jederzeit zugänglich und können ins persönliche Training einbezogen werden. Es werden typische Fitnessgeräte wie Ergometer oder Balancierelemente eingesetzt, die aufgrund der Materialwahl und der Verarbeitung für den Outdooreinsatz entwickelt wurden. Die Geräte sind

  • robust,
  • witterungsbeständig,
  • pflegearm,
  • einfach in der Handhabung und
  • belastbar.

Meist stehen im Fitnesspark nicht nur Outdoor-Fitnessgeräte zur Verfügung: Auch Volleyballfelder, Tischtennisplatten und Spielplätze sind im direkten Anschluss vorhanden, sodass ein generationsübergreifendes Nutzungskonzept möglich ist. Durch die Verschmelzung verschiedener Outdoor-Fitness Trends entsteht ein Mehrgenerationskonzept, das die Kommunikation zwischen jung und alt fördert.

Jugendliche entdecken Fitnesspark für sich

Auch immer mehr Jugendliche entdecken in den Städten den Fitnesspark für sich und nutzen die Geräte, um beispielsweise ihre Ausdauer zu verbessern. Jugendliche können die meisten Geräte ohne Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei sind viele Outdoorfitnessgeräte so gestaltet, dass mit ihnen unterschiedliche Übungen durchgeführt werden können.

Sehr beliebt bei Jugendlichen sind die Trimm-Dich-Pfad-Geräte. Für sie ist ein Fitnesspark ein schöner Ausgleich zu Computerspielen und Smartphone. Wie wichtig solche Bewegungsangebote im Freien sind, wird beim Blick auf die favorisierten Freizeitbeschäftigungen deutlich: Immer mehr Jugendliche verbringen nach der Schule ihre freie Zeit vor neuen Medien. Kommt ungesunde Ernährung dazu, entsteht schnell Übergewicht: Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind insgesamt 15% der 3- bis 17-Jährigen übergewichtig. Das sind insgesamt rund zwei Millionen Kinder. So steigt das Risiko von Erkrankungen – und die Wahrscheinlichkeit, das die Personen auch im Erwachsenenalter übergewichtig oder sogar adipös sind.

Die Fitnessgeräte im Fitnesspark sind auf die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen ausgelegt. Während Senioren beispielsweise gezielt, aber auch schonend ihre Muskulatur trainieren können, können Jugendliche mehrere Kilometer auf dem Ergometer zurücklegen. Körper und Geist werden dabei effizient mit Sauerstoff versorgt, sodass der Blutkreislauf angekurbelt wird. Die Bewegungen haben auch auf das Herz eine besonders positive Wirkung.

Es gibt eine Reihe von Outdoor-Fitnessgeräten, die im Fitnesspark von Menschen mit Handicap genutzt werden können. Hierbei handelt es sich meist um spezielle Geräte, die für das Training von Menschen mit Behinderung entwickelt wurden. Sie bieten Platz für die Unterstützung eines Therapeuten, können aber auch selbständig genutzt werden.

Sicherheit und Qualität zeichnen guten Fitnesspark aus

Ende der 1990er-Jahre entstanden in Deutschland die ersten großen Fitnessparks. Zu den Vorreitern entwickelten sich Berlin und Nürnberg, schnell zogen Hamburg und München nach. Viele Städte haben sich inzwischen für eine solche Investition entschieden. Eine wichtige Frage stellt sich dabei mit Blick auf die Sicherheit.

Grundsätzlich sind die Fitnessgeräte, die in einem Fitnesspark verwendet und dafür konzipiert werden, sehr sicher. Sie wurden meist von Organisationen wie dem TÜV geprüft und haben ein entsprechendes Siegel erhalten. Trotzdem ist jeder, der die Fitnessgeräte nutzt, auch für die eigene Sicherheit mitverantwortlich. Das heißt: Nutzen Sie die Geräte im Fitnesspark, dann achten Sie auf Ihre eigenen körperlichen Fähigkeiten. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere, wie viel Energie und Kraft Sie sicher aufbringen können.

Haben Sie noch nie mit einem der Geräte, die man beispielsweise auch in einem Fitnessparcours findet, trainiert, ist es immer ratsam, sich vorsichtig an die Nutzungsmöglichkeiten heranzutasten. Oft finden sich in der Nähe auch Tafeln, die die Nutzung noch einmal erklären.