Bewegungspark

Oft gilt die moderne Gesellschaft als bewegungsarm. Durch Autos, die moderne Technik und Büroarbeit sitzen viele Millionen täglich stundenlang. Die Folgen der fehlenden Bewegung sind zu Volkskrankheiten geworden: Rücken- und Nackenbeschwerden sind  ebenso häufig zu finden wie Einschränkungen bei der Beweglichkeit. Bewegungsangebote sollen hier eine Besserung erreichen und die Menschen zu mehr Bewegung animieren. Viele Städte und Kommunen setzen mittlerweile auf einen Bewegungspark.

Bewegungspark

Der Bewegungspark besteht aus verschiedenen Geräten. Sie bieten sich für Dehn- und Ausdauerübungen an, können aber auch für Kraftübungen genutzt werden. Diese Outdoor-Fitnessgeräte stehen meist kostenfrei zur Verfügung und können generationsübergreifend verwendet werden. Zu typischen Angeboten gehören:

  • Balancierparcours
  • Bauch- und Beintrainer
  • Barren
  • Klimmzugstangen
  • Wippen

Kommen Sie das erste Mal mit den Fitnessgeräten in Kontakt, können Sie sich langsam an diese herantasten und die verschiedenen Angebote ausprobieren. Das Besondere ist die robuste Beschaffenheit, unter anderem durch die verwendeten Materialien.

Angebote für ein individuelles Ganzkörpertraining

Es gibt keine gültigen Richtlinien und Normen für die Einrichtung eines Bewegungsparks. Deswegen sind die Übergänge zu anderen Outdoor-Angeboten wie beispielsweise einem Bewegungsparcours fließend. Ziel ist es jedoch immer, die Grundlagen für ein Ganzkörpertraining im Freien zu schaffen. Insbesondere nach der Neueröffnung eines solchen Parks ist die Unsicherheit oft groß. Aus diesem Grund gehen einige Städte einen Schritt weiter und bieten gemeinsam mit den lokalen Sportvereinen Schnupperangebote an. Diese beginnen meist mit einem kurzen Wurfspiel und danach gibt es eine Vorstellung der Geräte.

Das Besondere an Angeboten eines solchen Bewegungsparks ist das Training sämtlicher Muskelgruppen. Dadurch werden Koordination, Ausdauer und Kraft optimal geschult. Gerade der älteren Generation hilft es dabei, fit zu bleiben und den Alltag zu bestreiten. Die meisten Outdoorfitnessgeräte sind in der Anwendung flexibel. Sie können für wenige Minuten, aber auch für ein intensives Training verwendet werden. Da sie im Freien zur Verfügung stehen, sind sie ganzjährig nutzbar. Wichtig ist im Bewegungspark eine dem Wetter entsprechende Bekleidung.

Immer mehr Kommunen entscheiden sich für Bewegungsparks. Ende der 1990er-Jahre kam das Konzept nach Deutschland. Andere Länder wie China oder auch die Schweiz (dort bekannt als Vitraparcours) waren Vorreiter, ehe große Städte wie Berlin und Nürnberg mit dem Bau solcher Anlagen begannen.

Nach ersten positiven Erfolgen ist die Anzahl der Bewegungsparks beinahe explodiert. Mittlerweile gibt es solche Anlagen sowohl in Kleinstädten als auch in Metropolen wie Hamburg und München. Die Kommunen sehen in ihnen auch eine Möglichkeit, einen Beitrag zur Seniorenfitness zu leisten. Bleiben Beweglichkeit und körperliche Fitness bis ins hohe Alter bestehen, kann das Gesundheitssystem entlastet werden.

Kombination mit anderen Anlagen

Bewegungsparks entstehen in vielen Städten nicht als Einzellösung. Meist werden sie in Park- oder Grünanlagen eingegliedert. Bewährt hat sich die Anbindung eines normalen Spielplätze oder von Spielplätzen für Erwachsene. So kann die Fläche als generationsübergreifendes Freizeitangebot angesehen werden, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Jung und alt lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig.

Die Outdoorfitnessgeräte sind hochwertig verarbeitet und sicher. Bescheinigt wird die Qualität durch den TÜV. Damit auch Menschen mit Handicap die Angebote nutzen können, gibt es spezielle Fitnessgeräte, die auch bei einer deutlich eingeschränkten Beweglichkeit und Selbständigkeit eine Nutzung zulassen. Oft werden die Geräte im Rahmen von Outdoor-Fitness Trends mit weiteren Sportangeboten ergänzt: Tennisplätze, Fußball- und Volleyballfelder sowie kleinere Trampolinanlagen zur individuellen Nutzung bringen hier den gewünschten Effekt und animieren zur Bewegung in der Gruppe.