Bewegungsparcours

Wenn Sie sich durch Bewegung fit halten möchten, sind Bewegungsparcours eine gute Wahl. Sie vereinen auf einer bestimmten Strecke verschiedene Outdoor-Fitnessgeräte miteinander, die aufgrund ihres Aufbaus zu Übungen animieren. Bewegungsparcours gibt es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Bewegungsparcours

Meist sind die Strecken so gestaltet, das sie flexibel von allen Altersklassen nutzbar sind. Die besonderen Anlagen gelten mittlerweile als generationsübergreifendes und effizientes Bewegungskonzept mit großen Erfolgen. Da die Angebote meist von mehreren Generationen verwendet werden, sind sie auch als Senioren- oder Mehrgenerationenplatz bekannt. Weiterhin werden sie oft als Bewegungspark bezeichnet.

Auch wenn das Konzept des Bewegungsparcours in den letzten Jahren immer bekannter wurde, ist es doch nicht ganz neu: Der Trimm-Dich-Pfad ist eine einfache Form eines solchen Parcours. Den ersten dieser Wege gab es in Deutschland schon 1962 in Münster. Das Grundkonzept des Trimm-Dich-Pfads ist dabei immer gleich: Alle 200 Meter befindet sich auf diesen Wegen robuste Outdoor-Fitnessgeräte. In den 1970er-Jahren wurden die Trimm-Dich-Pfade immer beliebter und erlebten ihren vorübergehenden Höhepunkt.

Nachdem sie dann zumindest ein wenig in den Schatten rückten, sind sie nun in Gestalt der Bewegungsparcours immer häufiger zu finden. Die Länge der Trimm-Dich-Pfade ist verschieden und bewegt sich zwischen drei und vier Kilometern. Maximal 20 Übungsstationen werden dabei aufgebaut.

Gestaltung der Bewegungsparcours

Bewegungsparcours bieten bei Planung und Bau sehr viel Gestaltungsspielraum. Durch das große Angebot an Bewegungsgeräten bieten sich hier immer wieder neue Möglichkeiten an. Insbesondere in Parks und Grünanlagen sind die Bewegungsparcours meist auf die ältere Generation ausgerichtet. Sie ermöglichen also ein schonendes Training einzelner Körperpartien.

Die Option, älteren Generationen auch im öffentlichen Bereich die Möglichkeit der Bewegung und sportlichen Betätigung zu geben, findet ihren Ursprung in China. Hier gibt es Anlagen dieser Art seit langem. Sie wurden in Anlehnung an die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ins Leben gerufen. Sport- und Entspannungsangebote zur Bewegung im Freien stehen dort in vielen Städten zur Verfügung.

Mittlerweile ist dieses chinesische Angebot so prominent, dass es beinahe in jeder Stadt zu finden ist. Längst sind es aber nicht nur Senioren, die sich hier sportlich betätigen, sondern alle Altersgruppen.

Ein Konzept für Jung und Alt

In Deutschland gibt es für den Bewegungsparcours ganz unterschiedliche Bezeichnungen, beispielsweise:

  • Aktionparcours,
  • Bewegungspark,
  • Garten der Generationen,
  • Seniorenspielplatz oder
  • Spielplatz der Generationen.

In vielen deutschen Großstädten sind solche Anlagen mittlerweile zu finden – Berlin und Nürnberg gehören hier zu den Vorreitern. Mittlerweile gibt es aber auch in Hamburg und München entsprechende Angebote. Das Besondere dabei ist die gezielte Auswahl der Fitnessgeräte: So werden vorwiegend Geräte ausgesucht, die eventuelle Defizite, aber auch die besonderen Bedürfnisse und Fähigkeiten der älteren Zielgruppe berücksichtigen. In einem Fitnessparcours ist dies ebenfalls möglich.

Die Sport- und Trainingsgeräte tragen zum Muskelerhalt bei, schulen das Gleichgewicht und trainieren die Beine. Sie leisten also einen wichtigen Beitrag zum Mobilitätserhalt. Im Rahmen der vielfältigen Outdoor-Fitness Trends werden die Trainingsgeräte der Bewegungsparcours durch diverse Freizeitangebote, beispielsweise Spielplätze, Schachfelder oder Bocciabahnen ergänzt.

Sportliche Anreize im öffentlichen Bereich

Das Konzept des Bewegungsparcours hat sich bewährt:

  • Er schafft sportliche Anreize.
  • Die Anlagen animieren auch im Alltag zur Bewegung und laden dazu ein, verschiedene Geräte auszuprobieren.
  • Spielerisch werden persönliche Entwicklung, Fitness und Muskelaufbau dabei unterstützt.
  • Das Angebot findet generationsübergreifend Zuspruch.

Bewegung im Alltag ist besonders wichtig. Sie hält nicht nur fit, sondern beugt auch diversen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Damit kann langfristig das Gesundheitssystem erheblich entlastet werden. Viele Modelle in Städten zeigen zudem, dass nicht nur Ältere im Rahmen des Seniorensports, sondern auch junge Menschen so zur Bewegung animiert werden.